FDP Niederbayern - "Liberale Sozialpolitik mitgestalten"

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''Liberale Sozialpolitik mitgestalten''



FDP-Bezirksfachausschuss "Soziales und Gesundheit" in Plattling gegründet / Dr. Gerald Knaus leitet die Expertengruppe


PLATTLING –Mit dem Bezirksfachausschuss „Soziales und Gesundheit“ erweiten die niederbayerischen Liberalen ihr programmatisches Spektrum. „Wir wollen auf lokal- und regionalpolitischer Ebene im Feld der Gesundheitspolitik deutlich und kompetent Einfluss nehmen“, sagte Fachausschuss-Vorsitzender Dr. Gerald Knaus. Der Plattlinger Arzt wurde einstimmig von den liberalen Sozialpolitikern zum Leiter gewählt. Als seine Stellvertreter agieren Anna Possberg aus Freyung und Dr. Hans-Rainer Buchmüller aus Metten.

Der niederbayerische Arbeitskreis will laut Knaus die gesundheits- und sozialpolitische Meinungsbildung innerhalb der bayerischen FDP mitgestalten. Die wichtigste Aufgabe sehen die liberalen Sozialpolitiker darin, die Stimme von Bürgern, Patienten und Mitarbeitern des Gesundheitswesens auf regionale Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen und die niederbayerische Gesundheitspolitik kritisch mitzugestalten. Die Zerschlagung örtlich gewachsener Strukturen und die Zentralisierung hin auf die größeren Städte senke keinesfalls die Kosten, gefährde aber massiv die Gesundheits- und Notfallversorgung  im ländlichen Raum.


Im Mittelpunkt der Diskussion standen zahlreiche Arbeitsschwerpunkte, zu denen in künftigen Sitzungen Leitlinien erarbeitet werden sollen: Die Bedrohung der hausärztlichen Grundversorgung und der Notfallversorgung vor allem im ländlichen Raum durch den drohenden Ärztemangel, die Finanzierung einer patientengerechten Gesundheitsversorgung, die Vermeidung von Unterversorgung finanzschwacher Bevölkerungsgruppen, die Stellung des Arztes als freier Beruf in Zeiten zunehmender bürokratischer Gängelung sowie die Stärkung der Eigenverantwortung des mündigen Bürgers - nicht zuletzt durch völlige Transparenz in der Abrechnung.

Sozialpolitisch standen die Behindertenintegration und der so genannte demographische Wandel im Vordergrund, also die massiven Probleme und gesellschaftlichen Umwälzungen durch die rasche Überalterung. Mehrere Vertreter warnten davor, dass die bisherigen Prognosen der Bundesregierung viel zu optimistisch seien. "Den Tag, an dem ein Arbeitnehmer mehr als einen Rentner finanzieren muss, werden wir alle früher erleben als uns heute bewusst ist ", so Dr. Knaus.

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